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Berge kommen nicht zusammen. Aber Menschen.

Jüdische Weisheit

Religiöses Leben

Wer ein Haus baut, will bleiben.

Prof. Dr. Salomon Korn

Unsere Gemeinde

Ein Mensch soll leben. Schon der Neugierde wegen.

Jüdisches Sprichwort

Erziehung & Jugend

Die Corona-Fesseln sind zwar zwischenzeitlich leicht gelockert, haben uns aber noch fest im Griff. Immer noch hindern uns viele Gebote und Verbote unser gewohntes Leben zu führen.

Was für ein Fest ist Shawuot? Was feiern wir? G‘tt gab Moses am Berge Sinai die Zehn Gebote für das jüdische Volk. Gebote und Verbote wurden uns gegeben nach denen wir unser Leben richten sollen.
Und wie es in der Thora steht sagten wir: „wir tun und wir hören“. Wir waren und sind bereit Gegebenes zu achten und Verbotenes zu lassen.
Die Pandemie hat uns neu gezeigt wie lebenswichtig es ist, gegebene Regeln einzuhalten.

Leider gibt es jedoch Menschen, die dies nicht verstehen. Ihre Weltsicht beschränkt sich auf schwarz oder weiß. Ihnen fehlt die gesamte Farbpalette des Lebens. Damals am Berge Sinai fehlte ihnen die Geduld und das Verständnis. Schwarz oder Weiß, keine Grauzone dazwischen, das Goldene Kalb war das Ergebnis, die Folgen für diese Menschen kennen wir.

Es ist heute nicht anders. Die Corona-Krise verlangt von uns Geduld, Verständnis für schwer Verständliches und die Fähigkeit die Grautöne zwischen Schwarz und Weiß zu erkennen.
Es sind die vielen Demonstranten und ihre Anführer, die meinen, die Regeln seien nur gemacht worden, um alle Menschen zugunsten Weniger zu betrügen. Die Verschwörungstheorien haben Konjunktur, ebenso die „Fake News“. Was sie glauben und tun ist „Weiß und gut“, alle anderen sind die „Unwissenden oder die Bösen“. Das ist die Wurzel des Extremismus, Antisemitismus und Rassismus.

Uns lehrt die Thora alle Schattierungen zu erkennen, schwierige Situationen differenziert zu sehen, ethisch zu handeln, und jedes Menschenleben gleich zu achten.

„Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“.

Achten wir weiterhin die gebotenen Regeln und behalten die Hoffnung, spätestens Simchat Thora in gewohnter Tradition feiern zu können.

Chag Shawuot Sameach, Shabbat Shalom
auch im Namen des Gemeinderates und meiner Vorstandskollegen.

Dr. Andrei Mares
Vorstand

Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R