Das Ignatz Bubis-Gemeindezentrum
Am 14. September 1986 wurde das Gemeindezentrum in der Savignystraße 66 eingeweiht. Es steht für das Bekenntnis, an die reichhaltige deutsch-jüdische Vorkriegsgeschichte anzuknüpfen, ein Teil der Frankfurter Stadtgesellschaft zu werden und in der Bundesrepublik Deutschland wieder eine Zukunft für Juden aufzubauen. Pate dieser Neuorientierung war der langjährige Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Ignatz-Bubis s.A., auf dessen Initiative das Gemeindezentrum erbaut wurde. Seit dem Tod von Ignatz Bubis 1999 trägt das Haus seinen Namen.
"Wer ein Haus baut, der will bleiben", das war das Leitmotiv, unter dem Dr. Salomon Korn und die Architektengemeinschaft von Gerhard Balser das Konzept und die Architektur des Jüdischen Gemeindezentrums in der Savignystraße entwickelt haben. Bauelemente wie der Bruch in der Mittelsäule des Gebäudes, spitze und kantige Formen, die der Gestalt des Davidsterns entnommen sind, aber auch die Andeutung des siebenarmigen Leuchters in der Glasfassade bringen die Bedeutung des Gebäudes symbolhaft zum Ausdruck. Sie weisen auf den Zivilisationsbruch in der deutsch-jüdischen Geschichte hin, sollen aber auch die Hoffnung in der jüdischen Tradition darstellen und eine Stimmung erzeugen, in der sich der Festtag über den Alltag erheben kann.
Das Gemeindezentrum beherbergt neben der Verwaltung den Kindergarten, die I.E. Lichtigfeld-Schule, das Jugendzentrum, den Seniorenclub und das Restaurant Sohar's. Mit seinem lichtdurchfluteten Foyer und dem großen Festsaal ist das Gemeindezentrum ein beliebter Veranstaltungsort. Der alljährliche WIZO-Bazar findet hier ebenso statt wie größere Empfänge und Familienfeste.
Der neu instandgesetzte Festsaal im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum
