Sozialabteilung
Die Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt bietet für alle Mitglieder eine Vielzahl von Beratungen und Hilfeleistungen an. Die Schwerpunkte liegen in der psychosozialen Beratung und Betreuung von Holocaust-Überlebenden und ihren Angehörigen sowie in der Integration der Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. Zu dem Angebot der Sozialabteilung gehören eine allgemeine Beratung in besonderen Lebenslagen sowie Hilfen bei Behördengängen, regelmäßige Hausbesuche durch einen psychosozialen, ambulanten Dienst, Einkaufshilfen und "Essen auf Rädern". Das Team der Sozialabteilung besteht aus einer Sozialpädagogin, einer Sekretärin, qualifizierten Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen, Sozialbetreuern und Betreuerinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen, die intern in der Jüdischen Gemeinde und extern im Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main tätig sind.
Das Beratungsangebot der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt umfasst folgende Bereiche:
Die Sozialberatung
Die Sozialberatung ist inzwischen zu einer allgemeinen Lebensberatung geworden. Es kommen Menschen in sozialen Notlagen, aber auch Menschen, die Fragen zur Pflegeversicherung und Lebenssituation alter, kranker und behinderter Menschen haben, oder eine Beratung von zu pflegenden Angehörigen und Problemen in der Familie benötigen. Die Beratung von Überlebenden der Shoah und ihren Angehörigen bildet hier einen Schwerpunkt der Arbeit.
Die ambulante psychosoziale Betreuung
Mit Hilfe des "Sofortprogramms ambulante Altenpflege" des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main hat die Sozialabteilung ihre ambulante psychosoziale Betreuung von älteren und behinderten Gemeindemitgliedern verstetigen und ausbauen können. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Beratung und Begleitung von älteren und behinderten Gemeindemitgliedern durch Hausbesuche unserer Mitarbeiterinnen. Auch hier bildet die psychosoziale Betreuung von Shoah-Überlebenden einen Kernpunkt der Arbeit.
Die Migrationsberatung
Seit 1990 die Zuwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion begann, ist die Beratung und Betreuung von jüdischen Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen UdSSR ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Arbeit. Ein Teil der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Teams "Migrationsberatung" ist beim Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main in der Mainzer Landstrasse 351 tätig und ist dort ein unverzichtbares Bindeglied zwischen der Jüdischen Gemeinde und den Behörden der Stadt Frankfurt am Main. Eine Sozialarbeiterin des Teams "Migrationsberatung" ist in den Räumen in der Westendstraße 43 tätig. Neben der allgemeinen Migrationsberatung bietet das Team auch Hilfen zur Integration in die Jüdische Gemeinde an.
Das Ehrenamt
Seit fünf Jahren besteht das "Projekt Ehrenamt" der Sozialabteilung. Das ehrenamtliche Engagement gliedert sich in drei Bereiche: Alltagshilfen, Kurse und Unterricht sowie Kultur und „Kreatives“.
Alltagshilfen sind ein Angebot an die Gemeindemitglieder, die aus Alters- oder Krankheitsgründen Unterstützung im Alltag benötigen oder einfach Besuch und etwas Gesellschaft wünschen.
Der Bereich Kurse und Unterricht umfasst derzeit einen Deutschkurs für Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, einen Deutschkurs für Menschen mit Behinderung sowie Nachhilfestunden.
Im Bereich Kultur und „Kreatives“ werden im Rahmen des Seniorenclubs Museumsbesuche und Ausflüge organisiert. Zudem gibt es Angebote für die Bewohner des Jüdischen Altenzentrums.
Unsere ehrenamtlich Aktiven werden durch regelmäßige Gespräche, Supervision, Fortbildungen und Vorträge begleitet.
Bei Interesse, Fragen oder Anregungen können Sie sich an die Projektkoordinatorin Sara Majerczik, Tel.: 069-76 80 36 300 und 74 26 10 wenden.
Ein Interessentenformular erhalten Sie in der Sozialabteilung.
Der besondere Deutschkurs
Unter den älteren Zuwanderern, die dem Arbeitsmarkt in naher Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen, sind sehr viele Akademikerinnen und Akademiker. Sie sind aktiv, kulturell interessiert und gebildet. Sie möchten ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten wieder mobilisieren. Um ihnen dies zu erleichtern, hat die Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde für sie einen Deutschkurs eingerichtet, der angereichert ist mit einem Kurs über das Judentum. Beide Kurse erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit. Inzwischen ist dieser Deutschkurs zu einer Art Treffpunkt der Lernenden geworden und hat bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein reges Interesse an jüdischer Religion, Kultur und Geschichte geweckt.
Weitere Aktivitäten
In Zusammenarbeit mit dem Seniorenclub organisiert die Sozialbteilung einmal jährlich einen Seniorenausflug. Zusätzlich bietet sie für ältere Gemeindemitglieder, für die ein eintägiger Ausflug zu anstrengend ist, kleinere Freizeiten an. Gemeindemitglieder ab 60 Jahren, die an den Seniorenreisen der ZWST teilnehmen möchten, können sich in der Sozialabteilung anmelden und erhalten hier eine ausführliche Beratung.
Infos
| Leiterin: | Dalia Moneta |
| Sozial-beraterin: | Ella Slutski |
| Sekretariat: | Susanne Loewinstein |
| Adresse: | Westendstr. 43 60325 Frankfurt am Main |
| Telefon: | 069 - 76 80 36 300 |
| Telefax: | 069 - 76 80 36 349 |
| E-Mail: | This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. |
Mitarbeiterinnen in der ambulanten Krankenpflege:
Anne Löhr- Klöss, Brigitte Meuler, Alina Altmann
Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Russisch, Ungarisch, Hebräisch, Polnisch
Sprechstunden:
Montag 9.00 bis 11.00 Uhr, Mittwoch 9.00 bis 11.00 Uhr und 13.00 bis 15.30 Uhr und nach Vereinbarung.
Mitarbeiter in der Migrationsberatung
Gerd Petri und Ephrem Eyob
Sprachen: Deutsch und Russisch
Sprechstunden: Montag und Donnerstag und nach Vereinbarung