Jüdische Volkshochschule

Das Angebot der Jüdischen Volkshochschule richtet sich an alle, die Interesse an jüdischer Kultur und Geschichte haben. Kurse, Studientage, Vorträge, Lesungen und Exkursionen zu allgemeinen aber auch zu spezifischen Themen gehören ebenso zum Programm wie Hebräisch- und Jiddisch-Sprachkurse, Seminare über jüdische Religionsphilosophie, aber auch Koch- und Tanzkurse. Kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung, die den jeweils jüdischen Spuren nachgehen, sind bei den Teilnehmern ebenso beliebt wie die größeren Exkursionen ins europäische Ausland. Darüber hinaus kooperiert die Jüdische Volkshochschule mit anderen Bildungsträgern der Erwachsenenbildung. Den ‚Trialog der Religionen' betreibt sie gemeinsam mit den entsprechenden konfessionellen Bildungsträgern in Frankfurt am Main und der Volkshochschule der Stadt Frankfurt.

 

LIEBE FREUNDE DER JÜDISCHEN VOLKSHOCHSCHULE

 

auch in diesem Semester ist wieder viel Wert darauf gelegt worden, Ihnen aus der Fülle jüdischer Kultur ein vielfältiges Programm zusammenzustellen.

 

Das Frühjahrssemester 2016 startet mit dem Vortrag von Majer Szanckower, dem Leiter der Jüdischen Friedhofsverwaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, der u.a. darüber sprechen wird, wie unter den Überlebenden der Shoah im DP-Lager Föhrenwald Kindheit erlebt wurde. An den Vortrag schließt sich die Eröffnung der  Ausstellung „Ein Leben aufs Neu – Jüdische ‚Displaced Persons‘ auf deutschem Boden 1945 – 1948“ in Neu-Isenburg, der Nachbarstadt von Frankfurt am Main, an.    

 

In einem weiteren Vortrag während des Semesters wird Prof. Dr. Hanna Liss von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg unter dem Titel „Zwischen Identitätswahrung und Assimilation“ der aktuellen Frage nachgehen, ob in der heutigen Zeit der Postmoderne eine Balance zwischen beiden ohne den Bezug zur Religion überhaupt möglich ist.   

 

Das weitere Spektrum an jüdischer Kultur reicht von den Sprachkursen Jiddisch und Hebräisch über den Tanz- und Kochkurs bis hin zum Konzert „Weltreligionen im musikalischen Trialog“ mit Irith Gabriely, Joachim Dumeler und Abuseyf Kinik; wiederum eine Kooperationsveranstaltung mit der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim der Stadt Neu-Isenburg. 

 

Mit dem Frühjahrsprogramm 2016 möchte die Jüdische Volkshochschule einem breiten, interessierten Publikum Grundgedanken aus dem Judentum nahe bringen und damit ihren Beitrag zu einem angeregten interreligiösen wie interkulturellen Dialog leisten. Gleichzeitig wollen wir aber auch allen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main Gelegenheit geben, sich mit wichtigen religiösen und kulturellen Wurzeln des Judentums vertraut zu machen.

 

Roberto Fabian
Leiter der Jüdischen Volkshochschule

 

Prof. Dr. Salomon Korn
Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main