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14.11.2017 / Heshvan - Kislev

Vortrag / JVHS: Judenstaat und Kurdenstaat

Balfour-Erklärung und Minderheiten-Nationalismus im Vorderen Orient

Anlässlich des 100. Jahrestages der Balfour-Erklärung erarbeitet der Vortrag einen Vergleich zwischen dem zionistischen Projekt und anderen Minderheiten-Nationalismen im Vorderen Orient.

Während die Balfour-Erklärung (1917) dem jüdischen Volk eine „nationale Heimstätte“ im Land Israel/Palästina zusicherte, so stellte der Vertrag von Sèvres (1920) ein autonomes Kurdistan in Aussicht. Unter französischer Kolonialherrschaft wurden zur selben Zeit in Syrien ein Drusenstaat und ein Alawitenstaat begründet. Mit dem Aufstieg des arabischen und türkischen Nationalismus wurden alle Minderheiten-Staaten zerschlagen – mit
Ausnahme Israels.
Der Zerfallsprozess vieler arabischer Nationalstaaten bringt die Minderheitenfrage der Region in großer Dringlichkeit zurück. Für viele Minderheiten-Nationalismen der Region richtet sich dabei der Blick auf Israel – bisweilen
als Mahnung, bisweilen als Vorbild.

Prof. Dr. Johannes Becke ist Juniorprofessor am Ben-Gurion-Lehrstuhl für Israel- und Nahoststudien an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Termininfos

Termin
14.11.2017
Einlass
18:30:00 Uhr
Beginn
19:00:00 Uhr
Eintritt
€ 6.- / € 5.-
Karten
An der Abendkasse, Keine Anmeldung erforderlich
Veranstalter
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Judengasse
Veranstaltungsort

Battonstraße 47
60311 Frankfurt am Main

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